"Was weißt du schon?"
Schrie sie lauthals.
"Du weißt gar nichts, nicht über mich und schon gar nicht über meine Seele"
Traurig schaute er sie an, senkte den Kopf und sprach leise
"Wie recht du doch hast." Langsam schaute er wieder hoch als würde er aus der Hölle wiederkehren und fügte hinzu:
"Doch vergiss nicht, auch ich habe eine Seele"
Wie er kam so ging er auch, leise und umgeben von einer starken schwarzen Aura.
Dieser Mann, starke Schultern, große Hände, tiefe unheimliche Augen, schwarzes Haar, Phanuel war sein Name.
Der Engel, der für Hoffnung und Buße sorgt und der den Teufel unter Kontrolle hält.


Gefunden

Nie gesucht und doch gefunden
unbekannt und doch verbunden
Das bist Du dort in der Ferne
Mit Gedanken schön wie Sterne

Du bist für mich ein großes Glück
Füllst mich mit Worten
Stück für Stück.
So schreib ich nicht mehr ganz allein
Du liest die Worte und mein Sein.


So lernten sie sich kennen, über Worte. Die Lust zu schreiben verbindet sie sehr. Er hatte seines Gleichen gefunden.
Sie schrieben sich Worten der Trauer, der Liebe ,des Trostes oder Todes. Schöner als der Tod war nur die liebe die sich zwischen ihnen aufbaute.

Er war ein Mann den sich wohl jede Frau wünscht, ein Wort zu jeder Stunde, für jede Gelegenheit konnte sie Worte lesen die ihr Leben versüßten. Noch nie hatte sie solch einen Engel kennengelernt, rein und ehrlich, was sie leider nicht war.

Sie ist ein Mädchen das in einfachen Verhältnissen aufwuchs, viel erlebt hat und versucht stark zu bleiben.
Eloa war ihr Name, ein weiblicher Engel der aus der Träne Jesu geboren wurde.
Oft wurde sie cattiva genannt , "die Böse", weil sie ach so oft keine Gefühle zeigte und stets mit kaltem Herzen durch die Welt ging, über Leichen lief um ihren Stolz zu waren.
Sinn im leben sah sie schon lang nicht mehr, wie konnte ein nettes, hilfsbereite Mädchen wie sie es einst mal war zu solch einer Bestie werden?

Hass macht sich breit, mein Herz schmerzt.
Sie nahmen mir alles und was übrig blieb ist Schmerz und tiefster Hass.
Es wird der Tag der Abrechnung kommen, der Tag an dem mir wiedergegeben wird was mir zu stehet. Niemand gab ihnen das Recht,
keiner bat sie darum. Das mein Leben zur Hölle wurde, ihre Schuld, auch das ich heut so böse und schwarz bin. Auf deren Rechnung geht all das Böse das ich fühle, das Licht wird dunkel wenn ich daran denken mag.
Die Sonne, kalt wenn die Gedanken sich an sie heran schleichen.
über sie möge all dies kommen, über sie komme Regen und Kälte.
Über sie soll er regieren , der Herr der Finsternis soll kommen und sie richten.
Der Engel der Nacht wird kommen und für mich kämpfen,
auf das euer Leben Luzifer gehören möge. Auf ewig soll man ihre Schreie an jedem Ort hören. Schmerz und Leid über euch ihr Mörder meiner Seele.

Wer waren diese Menschen die sie so zerstörten?

"Als ich sehr klein war" erzählt sie ihm schweren Herzens
"da verlor ich meine Mutter, mein Vater wurde in der nächsten Zeit sehr schwach und krank. Ich war zu klein um für ihn sorgen zu können,
auch wenn ich es eine Zeit lang tun konnte. Doch wurde auch ich schwach..." Sie schaut ihn an, sie schämt sich dafür das sie nicht stark genug war.
Sie macht sich große Vorwürfe und mit leicht roten Augen fährt sie fort:" Er brachte mich zu Freunde die leider keine freunde waren. Zum Glück mußte ich da nicht lange bleiben. Nach etwa einem Jahr kam ich zu einer Pflegefamilie, dort ging es mir sehr gut aber dann..."wieder eine Pause.
Er schaute sie an und sah wie sich ihr Gesicht mit Hass füllte, fast verängstig fragte er :" Aber dann...?"
"Dann kamen sie und holten mich, sie brachten mich dorthin wo Schnee fällt, dahin wo die sonne nicht scheint, ins Land der kalten Herzen"
Voller Mitleid schaute er sie an :"Was haben sie mit dir getan du meine Muse? Dein Gesicht so voller Hass, dein Blut so voller Wut..."
"Was sie getan haben?" Sie wurde lauter. "Sie haben mir meine letze Kraft geraubt, sie haben mich benutzt, mich behandelt wie den letzen Dreck"
Er nahm sie in den Arm und flüsterte in ihr Ohr." Doch konnten sie dich nicht zerstören, nicht ganz. Denn Du bist noch immer hier."
Dann küßte er sie und fuhr vor. " Wenn Du möchtest werde ich Dir helfen sie zu bestrafen. Ich bin es der ihnen den Teufel schicken kann. Aber nur wenn du das willst mein Sonnenschein.
Laß mich dich ans Licht bringen, weg von diesem kalten Ort."
er machte eine kleine Pause, dann sagte er:"Doch mußt du allein diese Entscheidung treffen. Du weißt das du meine Liebe bist, doch weißt du bislang eines nicht." Dann schwieg er, doch sie hatte das Gefühl das er nicht freiwillig schwieg. Sie fragte warum er nicht sagte was in so auf den Lippen brannte. Doch er schwieg.
Als er eine Träne aus ihren Augen laufen sah beendete er die unsagbar laute Stille und sagte.: "Doch der Tag wird kommen an dem ich all deine Fragen beantworte, hab keine Angst. Ich schweige nicht wegen dir."

Sie trocknete ihre Tränen, lächelte und sagte :" Gut ! So soll es sein, ich werde warten bis der Tag kommt an dem du mit mir sprechen wirst ..."
Er verstand nicht wie sie das machte.
Wie konnte sie einfach so die Stimmung wechseln als ob nichts gewesen wäre?
Wie konnte sie ihm so sehr vertrauen, und glauben er würde ihr irgendwann antworten?
Sie ging einen Schritt auf ihn zu, bevor er etwas sagen konnte legte sie zärtlich ihren Finger auf seine Lippen und küsste ihn.
Er schloss die Augen und fühlte sich wie auf Wolken.
Er nahm sie hoch und trug sie raus.
Sie lachte.
Er liebte es dieses Lachen zu hören, ihre Freude zu spüren
"Welch wunderbares Wetter ...." er hatte sie längst runter gelassen. Sie schaute sich um und sah nur wie er kritisch in den Himmel schaute, als würde er wissen das bald etwas geschehen würde :"Phanuel?" rief sie :" Was spürst du?"
Kaum ausgesprochen wurden seine Augen blau wie das Meer :"Ich muss gehen. " ein flüchtiger Kuss und schon war er fort..
Eloa stand da wie angewurzelt.
Was war geschehen ?
Plötzlich lief es ihr kalt den Rücken hinunter irgendwas stimmte nicht.
Nun sah sie auch zum Himmel.
Sie fühlte es, der Duft von frischem Blut machte sich breit, der Himmel färbte sich.
Nun wusste sie wo er hin ging.
Traurig senkte sie den Kopf:" Oh mein Herr, wache über ihn wenn er deinen Wille ausführt. Mögest du ihm die nötige Kraft geben."
Sie verstand nicht wie Menschen zu solchen Dingen fähig sein konnten.
Ein Mann hatte ein Mädchen getötet.
Er musste Rache nehmen.
Plötzlich fühlte sie sich schwach, "Phanuel" konnte sie nur noch sagen, dann fiel sie zu Boden.
Er sucht den Mörder, er weiß das er da ist und kann ihn riechen.
Der Geruch der Bösen widerte ihn an.
Doch er wurde gesandt um dies zu tun, um die Gerechten zu rächen.
In einer Gasse fand er das Mädchen, regungslos lag sie da, in ihrem eigenem Blut, gequält, geschändet ein sinnlos gelöschtes Licht.
Hass stieg in seine Augen.
Er sah auf zum Himmel, atmete tief ein und begann die Suche.
Er fand ihn schnell, ein großer, kräftiger Mann baute sich vor ihm auf, sah ihn an und sagte grob: "Geh aus dem Weg."
"Gib mir Kraft oh Herr."
Phanuel griff ihn am Kragen und schleuderte ihn gegen die Mauer.
Der Mann lag benommen auf dem Boden.
Schnell zog der Krieger Gottes sein Schwert, trennte dem Mann mit einem Hieb den Kopf ab. Danach betete er darum das die Seele dieses Mannes nicht zu hart bestraft werde.
Nun wendete er sich ab, er fühlte sich immer noch so kräftig wie am Anfang seiner Jagd.
Es wunderte ihn aber nicht. Denn er wusste das er seine Kraft nicht mehr nur allein aus dem Herrn schöpfte. Einen großen Teil seiner Stärke gab ihm fortan Eloa.
Sie war zurück in seinen Gedanken. Ihm wurde klar das er sie allein zurück gelassen hatte. Schnell wischte er das Blut vom Schwert und machte sich auf den Weg zurück zu ihr.
Sie lag noch so wie sie nieder fiel. Beinahe wirkte sie wie tot, doch er wußte das sie lebt.
Schließlich fühlte er jeden einzelnen Tod auf der Welt, welch eine Qual.
Er verwarf jeden dunklen Gedanken und beugte sich nieder zu ihr. Sie fühlte seinen Schatten auf ihrem Körper und öffnete die Augen. Er nahm sie in seine starken Arme und küßte sie. In ihr weckte dieser Kuß nie gekannte Leidenschaft. Er war so voller Liebe, Wärme und Verlangen das sie wohlige Schauer duchrzuckten. Sie preßt sich fest an ihn und drückt ihn auf den Boden unter sich. Bevor sie merken was geschieht befinden sie sich in einem extatischen Rausch, ihre Körper verschmelzen zu einer hell leuchtenden Einheit aus Liebe, Lust und Hitze.
Als sie sich in die Augen schauen geschieht etwas mit dem sie nicht gerechnet hatte. Für den Bruchteil von Sekunden erscheinen ihre Flügel, neblig und undeutlich. Seine schwarzen Schwingen wirken wie Gewitterwolken während das zarte weiß der ihren sie erscheinen läßt als liege sie in einem Meer aus Nebel.
Sie wissen augenblicklich das dies ein Zeichen Gottes war, kein gutes Zeichen. Doch ihre Liebe ist Stärker als die Furcht.
Als sie die Besinnung wiederfinden liegt sie in seinen Armen. Sie fragt "Was werden wir nun tun? Wird uns der Herr verstoßen wegen unserer Sünde?" Beiden war bewußt das eine Liebe zwischen Engeln nicht geduldet war. Er schaute schweigend über das, in der Abendsonne rot leuchtende, Land zum Horizont. Nach einer Weile antwortete er. "Ich weiß es nicht Eola. Ist Liebe eine Sünde? Vielleicht verstößt uns der Herr auf das wir das Schicksal Liliths teilen. Vielleicht auch nicht. Sicher ist nur das ich keine Stunde mehr ohne Dich leben kann. Du bist meine Luft zum Atmen, das Wasser das meinen Durst löscht und das Brot das meinen Hunger stillt. Ich liebe Dich mehr als das Leben, ja mehr als den Herrn."


Geliebte Träne

 

Entstandest einst aus Jesu Leid
Du hast mich vom Zorn befreit
Du bist das was ich ersehne
Bist mein Alles - gliebte Träne

Rache war mein ganzes Streben
vom Herrn gesandt zu richten Leben
Verschwendet waren all die Zeiten
Ohne Dich herrscht ewig Leiden

Ich gebe gern den Himmel hin
Du bist die Hoffnung in mir drin
Solange wir zusammen sind
bin ich glücklich, frei, ein Kind

 

Kaum einen Augenblick später war es soweit, der Herr rief ihn. Auch Eloa vernahm die Stimme des Herrn. Sie hatte Angst, doch nicht vor dem Zorn des Vaters, sondern davor ihre Liebe zu verlieren.
Phanuel senkte den Kopf und ging einen Schritt vorwärts.
Doch Eloa drängte sich nach vorn und wurde an seiner Stelle in den Himmel gehoben.
Phanuel erschrak, besorgt weitete er seine Flügel und flog ihr nach
Der Herr sah sie an sprach aber nicht mit ihnen.

"Phanuel, mein Sohn." Das waren seine ersten Worte. "Ihr seid meine Kinder, entstanden aus meinem Leib. Ich gab euch Regeln für euer Dasein und ihr habt sie nicht geachtet. Doch hab ihr stets gut und ehrlich eure Arbeit getan. Ich will euch eine Möglichkeit geben eure Seelen zu reinigen." Als der Herr dies sagte waren beide sehr erleichtert und Eloa sprach: "Oh Vater, Deine Gnade ist unendlich. Nie will ich das vergessen. Doch wie können wir der ewigen Finsternis entgehen, was ist Dein Auftrag für uns?"
Dann trat sie zurück an Phanuels Seite und kurz wollte sie seine Hand ergreifen. Doch sie tat es nicht.
Da ergriff Gott erneut das Wort. "Eloa, wenn Du Phanuel aus reinem Herzen liebst, dann scheu Dich nicht seine Hand zu halten. Fortan soll eure Liebe keine Sünde mehr sein. Doch zunächst erfüllt diesen Auftrag.
Geht hin und sucht einen Mann der keiner ist. Er ist ein Bote des Dunkels, ein häßlicher Dämon der sich hinter einer schönen Maske versteckt. Er schändet meinen Namen indem er vorgibt ein Mann Gottes zu sein. Bringt mir die Seele von Bischof Marzius. Doch hütet euch, er ist sehr gefährlich und mächtig. Die Finsternis täuscht die Menschen und lockt sie auf seine Seite. Doch gebt nicht auf und vertraut auf mich.
So geht denn hin."
Um sie wurde alles mit weißem Licht geflutet und als sie wieder sehen konnten fanden sie sich an der Stelle wieder von der sie aufgefahren waren. Doch waren viele Stunden vergangen und die Nacht drohte bereits mit schwarzen Wolken die das Abendrot zerschnitten.
Sie machten sich auf den Weg ein Lager für die Nacht zu suchen. Zwar waren sie besorgt wegen der Aufgabe, doch waren sie auch unendlich glücklich darüber ihre Liebe nicht länger verheimlichen zu müssen.
Sie machten sich auf dem Weg. Als die Dämmerung zur Nacht wurde fanden sie am Ende der Straße eine alte verlassene Scheune.
Es schien so als hätte jemand vor kurzem noch versucht die Scheune zu reparieren, aber es dann wohl gelassen.
Phanuel sah sie an, lächelte ,hob sie hoch und trug sie in die Scheune.
Als sie so durch das Tor schritten kam ihnen eine angenähme wärme entgegen.
Es roch nach Heu, Stroh und Freiheit.
Der schwarze Engel ließ sanft Eloa herrunter, während sie sich umsah hatte er schon dafür gesorgt dassie einen schönen weichen Platz im oberen Teil der Scheune zum schlafen hatten. Vor ihenen bafand sich ein Fenster durch das sie die Sterne sehen konnten.
Müde und glücklich schauten sie sich an.
Sie ging auf ihn zu, sah ihm tief in die Augen und küßte ihn.
"Du bist wunderschön..."flüstert er.
"Mein Ritter liebst du mich genug um zu sagen das du für immer mein sein wirst?"
"Wenn ich in einem sicher bin meine Liebste, dann ist es das ich mein Leben mit dir teilen möchte und das mein Herz auf ewig dein sein möge"
In diesem Moment flog laut krachend das Tor der Schene zu. Sie erschrak und Phanuel schaute sofort nach. Doch es war nichts zu sehen.
Er beruhigte sie. „Es war nur der Wind."
Dann küsste er sie, legte sie ins Heu das er mit seinem Mantel abgedeckt hatte und legte sich neben sie.
Während er ihr durch das Haar strich hörte er sie etwas sagen, doch war es zu leise um es zu verstehen.
Er bemerkte nur das er sofort ein wunderschönes Gefühl bekam.
Er kannte dieses Gefühl nicht, doch er wusste instinktiv das es das Gefühl ist das man vor der Vermählung hat
Phanuel ließ es zu, er war sich sicher das sie die Richtige sei.
Sie sah ihn an ihre Augen verfärbten sich sie wurden Weiß wie Schnee.
Er war wie hypnozisiert von diesem Blick. Mit jeder Faser seines Körpers wollte er nur noch sie.
Eloa setzte sich auf ihm und küßte ihn sinnlich wie noch nie.
Ihr Zungen umschlangen einander. Sie spürten die Wärme des anderen, das leichte Beben das ihre Körper durchströmte.
Sie versanken in einem Rausch aus Lst und Liebe. Die Welt um sie wurde unwichtig und verschwand aus ihrem Blickfeld.
Als Eloa Phanuel so nah spürte wie es nur möglich ist war sie erfüllt von Glück, nie hatte sie etwas schöneres und erregenderes gefühlt als das Gefühl mit ihrem schwarzen Engel zu einer Einheit zu verschmelzen.
Er begann ihren Hals zu küssen, seine Lippen wanderten über ihren Körper, seine Hände wollten jeden Quadratzentimeter seiner Muse erkunden.
Ihr warmer Körper duftete wie tausend Rosen. Ihre Haut so rein wie Alabaster.
Seine Hand streift ihre Brüste und er schaut zu wie ihre Brustwarzen sie vor Lust aufrichten, dabei durchzucken sie kleine wohlige Schauer und sie bekommt eine Gänsehaut die sofort wieder verschwindet, zurückkehrt und wieder verschwindet als er sie umarmt und Eloa seine Wärme und das Gefühl beschützt zu sein fühlt.
Jetzt begann auch Eloa ihn langsam zu entkleiden.
Sie fand ihn wunderschön, war so froh ihn gefunden zu haben.
Sie zog sein Schwert der Sühne und übergab es Phanuel. Er wusste das sie nun sein Blut wollte und er gab es gern hin.
Er zog die Klinge über sein Handgelenk und ließ etwas von seinem Blut auf ihren Lippen tropfen.
Sein Blut glitt ihre Kehle hinunter, und Eloas Augen begannen rot zu leuchten. Sie griff nach seinem Arm und zog ihn zu ihrem Mund um mehr von ihm trinken zu können.
Immer tiefer versanken sie in diesm wahrgewordenen Traum aus Liebe und Verlangen.
Er sah nur noch ihre rotleuchtenden einst weißen Augen während sie sah wie sich seine neblig schwarze Aura um sie ausbreitete.
Ihre Körper benetzt mit Blut und Schweiß begrüßte sie das lockende Ende dieses Aktes. Sie wurden belohnt mit dem Gefühl unsagbaren Glücks, am Gipfel ihrer Erregung krallte sie sich in seinen Rücken und er hielt sie fest wie nie zuvor.

Dann sanken sie nieder und lagen eng umschlungen in ihrem Lager aus Stroh.Sanft schliefen sie ein, sie legte ihren Kopf auf seine Brust und fing an zu träumen:
Von ihren Bewegungen wurde Phanael wach
und sah ihr beim träumen zu.
Etwas stimmte nicht denn sie weinte.

"Geh weg du Widerling. Runter von mir!" schrie sie in ihrem Traum und wachte auf.
Ihre Augen erfüllt von Tränen und Schmerz.
"Was ist geschehen meine Muse?"
"Er....er war hier, die ganze Zeit er...hat alles gesehen!" sie konnte kaum sprechen, ihre Stimme von Trauer verzerrt.
Sie fuhr fort :" Ich träumte von unserer Vermählung, du warst da" sie lächelte zaghaft :" und plötzlich warst u verschwunden...als ich die Augen öffnete trank ich schon sein Blut, ich konnte das Böse schmecken." sie hörte auf und weinte bitterlich.
Beide wußten was das hieß.
Nun gehörte sie auch zu ihm
Phanaels Augen färbten sich blau wie das Meer.
Wütend stand er auf, ohne sie anzusehen sprach er:" zieh dich an wir müssen gehn!"
Ohne Widerworte tat sie was von ihr verlangt wurde.
Er nahm ihre Hand und zog sie mit sich mit aus der Scheune.
Kaum vor dem Tor angekommen entzündete Phanael aus seiner Hand ein Feuer das die Scheune bis auf das Fundament niederbrennen ließ.
"Mein Engel warum tust du dies? Wo sollen wir unsere Nächte nun verbringen?"
Vorwurfsvoll sah er sie an und sagte :"Habe ich nicht immer dafür gesorgt das du einen Ort der Ruhe hast?"
Sie wußte was er dachte, er verstand nicht warum sie sich nicht gewehrt hatte und warum sie sein Blut trank ,denn nun gehörte sie zwei Männern.
"Sag es schon!" schrie sie ihn an "Sag schon was du denkst !"
Er sagte nichts, sah sie nur an.
Dann nach einer ekunde die ewig anzuhalten schien :"Wie konnte deine Seele so schwach sein Eloa?"
"Was weißt du schon?"
Schrie sie lauthals.
"Du weißt gar nichts, nicht über mich und schon gar nicht über meine Seele"
Traurig schaute er sie an, senkte den Kopf und sprach leise
"Wie recht du doch hast." Langsam schaute er wieder hoch als würde er aus der Hölle wiederkehren und fügte hinzu:
"Doch vergiß nicht, auch ich habe eine Seele"
So ging er, leise und umgeben von einer starken schwarzen Aura.

Was hatte sie getan?
Wie konnte sie so herzlos sein.
Er hatte Recht sie war schwach.
Dieser Mann war zu stark, sie zu schwach.

Durch das Blut das nun durch ihren Körper floß konnte sie nun fühlen wo sie sich aufhielten, und sie spürte das beide, Phanael und Marzius, nun an einem Ort waren und das es Phanael litt.
Voller Trauer rannte sie los um ihn zu erreichen.
Die Spur führte sie in eine alte Kirche mitten in einem Dorf voller verblendeter Menschen.
Sie konnte die Blicke auf ihrer Haut fühlen, wie Peitschenschläge waren sie.
Sie trat durch die große alte Holztür der Kirche und trat ein.
Eine Kälte traf sie wie ein Schlag ins Gesicht.
Welch üblen Ort Marzius daraus gemacht hatte.
Ein Ort der Liebe, das Haus Gottes wirkte nun wie ein Grab.
Sie sah sich um.
Alles wirkte dunkel, kalt und angefüllt mit Haß.
Als sie sich zum Altar wandte stand da ein Mann.
Sie konnte ihn nicht erkennen, sie sah nur die Umrisse.
"Phanael !" rief sie.
"Nein nein mein Engel, ich bin es, komm her zu mir, lass uns gemeinsam regieren über diese dummen Menschen. Ich werde dir alles geben das du möchtest, trete näher und liebe mich, so wie du ihn liebst."
"Du Dämon geh weg ! Wie konntest du das tun? Wo ist er ?" schrie sie ihn an.
"Er macht eine Pause, ist erschöpft von unserem Kampf." spottete er.
Sie fiel auf die Knie, ihre Kraft verließ sie mehr und mehr.
"Was hast du ihm angetan?" Fragte sie ihn erschöpft.
"Mach dir keine Sorgen mein Engel, er kommt wieder auf die Beine, ist ein kräftiger Mann ..."
Marzius trat immer näher zu ihr, als er vor ihr stand war sie bereits ohnmächtig. Phanael schöpfte seine Kraft aus ihr. Dies ahnte Marzius nicht.
Der Dämon nahm sie in den Arm und trug sie zum Altar.
Als er sie hinlegte traf ihn schon der erste Schlag. Dieser schleuderte ihn weg von ihr gegen die Wand.

"Faß sie nie wieder an du Stück Dreck" schrie Phanael ihn wutentbrand an.
Dann wendete er sich zu Eloa und sagte sanft.
"Meine Muse, es ist mein Verschulden, vergebe mir, ich bitte dich..."
Dann sah er zu Marzius der vor Schmerz keuchend vor der Mauer lag. Als er versuchte aufzustehn ging Phanael auf ihn zu, packte ihn mit einer Hand an der Kehle, hob ihn in die Luft und drückte ihn gegen die Wand. Phanaels Augen wurden schwarz wie das heiße Pech mit dem Marzius vermeindliche Ketzer übergießen ließ. Er war bereit ihn augenblicklich zu töten. Sein ganzer Geist war erfüllt von Hass. Marzius bettelte um Gnade, seine Arme und Beine zuckten unkontrolliert und langsam wich die Kraft aus seinem Körper. Immer fester wurde Phanaels Griff, der kein Wort sagte. Doch ihm kam ein Gedanke. „Ihn töten macht keinen Sinn, es ist nur des Dämons Hülle und er fährt sofort in den nächsten Menschen."
Phanael warf Marzius zu Boden und zog sein Schwert. Zitternd vor Angst lag der Dämon vor ihm, glaubend zu wissen was folgt. Doch Phanael hatte anderes im Sinn.
Mit zwei schnellen Schwüngen schnitt er ihm ein gestürztes Kreuz auf die Wange, mit diesem Zeichen des Antichristen konnte er nicht länger als Bischof tätig sein. Dann rammte er sein Schwert in den steinernen Boden, packte Marzius und schleuderte ihn durch das Tor aus der Kirche.
Nun ging er zurück zu Eloa, das Schwarz wich aus seinem Blick. Er küsste sie und ihre Kraft strömte zurück in den schwachen Leib. Als sie die Augen öffnete wurde es plötzlich viel heller und wärmer in der Kirche. Der Dämon hatte diesen Ort verlassen.
Phanael fragte „Kannst Du mir vergeben?" Dann fuhr er fort „Es ist so öde ohne Dich, so widerlich, ich will das nicht." Sie schaute ihn lange wortlos an. Ihr Blick war nachdenklich und sie atmete schwer. Es schien als wolle sie unbedingt etwas sagen, doch sie blieb still.
Er nahm sie an die Hand und sie traten vor die Kirche. Marzius war längst verschwunden, doch in diesem Moment war das Phanael völlig gleich. Er sorgte sich um Eloa.

 

 

 

 

 

 

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